Alternative Verfahren
Neben dem am häufigsten eingesetzten Augenlaserverfahren - der LASIK-Operation - gibt es weitere Behandlungsmöglichkeiten der refraktiven Hornhautchirurgie:
- PRK (Photorefraktive Keratektomie)
- LASEK (Laser Epithelial Keratomileusis)
- Epi-LASIK (Laser Epithelial Keratomileusis)

PRK
Bei dieser Methode wird zunächst die oberflächlichste Schutzschicht der Hornhaut – das Epithel- entfernt. Anschließend verdampft der Excimerlaser einen hauchdünnen Teil der Hornhaut. Das Zentrum der Hornhaut ist ca. 0,5 mm dick, ihr Rand ca. 1 mm.
Die PRK wird als wissenschaftlich anerkanntes Verfahren zur Korrektur der Kurzsichtigkeit bis ca. -6 Dioptrien und des Astigmatismus bis ca. 3 Dioptrien eingestuft.
Die Nachteile der PRK bestehen in einer langsameren Heilung und dem damit verzögertem Wiederanstieg der Sehschärfe. Darüberhinaus kann es in sehr seltenen Fällen zu einer hauchigen Trübung (Haze) der Hornhaut kommen. Bei einem Großteil der Patienten treten Schmerzen und ein Fremdkörpergefühl bis zu einer Woche nach der Operation auf.
Im Abheilungsprozess kann ein geringer Teil der Fehlsichtigkeit wieder entstehen, dieser Prozeß wird Regression genannt.
Die entscheidenen Vorteile der LASIK-Methode gegenüber der PRK sind:
- schneller Wiederanstieg und Stabilisierung der Sehschärfe
- die Oberfläche der Hornhaut – Epithel - bleibt intakt
- schmerzfreie postoperative Phase

LASEK/Epi-LASIK
Bei dieser Methode wird nur das Hornhautepithel (oberflächslichste Hornhautschutzschicht) eröffnet und zur Seite geschoben. Nun verdampft der Excimerlaser computergesteuert je nach Grad der Fehlsichtigkeit einige Hundertstel Millimeter Gewebe aus den tieferliegenden Hornahautschichten (Hornhautstroma). Zuletzt wird das Hornhautepithel wieder zurück an seinen Platz gestrichen und mit einer Kontaktlinse für ein bis zwei Tage als Schutz versorgt. Bei der LASEK tritt eine relativ schneller Wiederanstieg der Sehschärfe auf.

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